Wildwassertour Vorderrhein und Landeck
vom 01.06.2000 bis 04.06.2000


In diesem Jahr hat uns über Himelfahrt nicht zu Liesel & Karl verschlagen; diesmal haben wir uns den Vorderrhein, die Innschluchten und die Umgebung von Landeck ausgeguckt.

Wir, das waren zunächst Mark Tinnefeld, Christian Haseleu, Christoph Thelen sowie Ralf Schettler und meiner Einer, Christian Stommel.

Nach der üblichen Nachtfahrt kamen wir in den frühen Morgenstunden in der Schweiz an und trafen uns mit Mark auf einem Parkplatz. Komisch, sonst macht der Kerl meistens als erster Hektik und verwechselt Urlaub mit Flucht - und dann war er brummig wegen meiner netten Begrüßung. Also ehrlich, dabei war es doch schon hell....

Ebenfalls an besagten Parkplatz ist dann auch noch Reinhard aus Bergheim mit seinem Sohn und dessen Freund zu uns gestoßen - und auf ging es zum Glenner.

Das Wetter war vollkommen untypisch - kein Regen, dafür mehr als angenehme Temperaturen und Sonnenschein. Die Wasserstände waren übrigens auch meistens durchgehend prima. Nicht zu wenig, aber auch nicht zuviel.

Echtes Postkartenwetter

Nur die Wassertemperatur war wie gewohnt: Kalt. Hatte damit den Vorteil, daß man trotz einer kurzen Nacht sehr schnell wieder fit war.

Zwischendurch hatte Reinhards Sohn - Benjamin; zu erkennen an der sehr eigenwilligen Mütze - ein kleines Problem mit seinem Paddel. Eine Schlange fand, das dies ein absolut geigneter Platz ist, sich hier die Sonne auf den nicht vorhandenen Pelz brennen zu lassen.

Vermutlich ist der Schlange die Diskussion über die Möglichkeiten ihrer gefahrlosen Entfernung auf den Keks gegangen und sie hat sich dann auch wieder verabschiedet...

An einer Brücke war eine nette Welle, in welcher der Spieltrieb ausgelebt werden konnte:

Surf City 

Ja, wo isses es denn ??

      Auf oder ab ?                         Wo wollen wir den nun langfahren ?
       

Christoph kann es nicht lassen ...

Noch vor wenigen Jahren war der Gattino neben dem Topo das Kurzboot schlechthin - und heute fällt man eher unter die Rubrik Flugzeugträger...

Flugzeugträger in Action

Nach dieser Aufwärmtour haben wir uns einen Zeltplatz für die nächsten Tage überlegt. Während Mark und Reinhard einfach nur das Wohnmobil auf irgeneinen Platz abstellen mußten (Mark bevorzugt Schotter), hatte ich das Vergnügen, mein Zelt auf- und abzubauen. Verstädnlicherweise habe ich meinen Einfluß geltend gemacht, daß wir nicht jeden Abend auf einem anderen Platz stehen.

Die Entscheidung ist auf Chapella gefallen; ein netter Campingplatz mit 2 Etagen. Das Erdgeschoß ist direkt am Flußufer vom Inn und die 1. Etage ca. 50 Höhenmeter höher. Eine Wiese mit vielen Dauercampern und den sanitären Einrichtungen.

Da der Mitfahrer Mark T. aus KR. Sorge um seinen antiquierten VW Bus hatte bezüglich der Kaltfahrt vom Flußufer zu den Duschen, wurden wir entschlossen, uns den Dauercampern anzuschließen. Diese wiederum schienen mit Paddlern besondere Dinge zu verbinden und machten und auf die wildromatische Schönheit des Campens am tiefergelegenen Flußufer aufmerksam, was wir uns auf keinen Fall entgehen lassen sollten. War eigentlich auch unsere Meinung, aber Mark hat sich mit seiner Sorge um seinen Bus duchgesetzt.

Seitdem ist die Steigerung von "Frauenversteher" "Campingplatz-oben-Parker" !

Von hier aus haben uns die Fahrten in die Innschluchten geführt; begonnen haben wir in der Giarsuner Schlucht und haben danach die Scuolo- Schlucht gepaddelt. Der Wasserstand könnte man als unteres Mittelwasser bezeichnen. Also auch für mich keine größere Schwierigkeiten.

Pause - muß auch mal sein

 

Mittlerweile habe ich (Stand April 2001) einige der fehlenden Bilder erhalten - nur mit dem Problem, daß ich diese nicht mehr so recht den Einzelnen Touren zuordnen kann.

Ich bin sicher, daß dies jedoch durch die eindrucksvollen Landschaftsbilder mehr als wettgemacht werden kann.

Aussteigen und Anschauen - besser als duchbrettern und schwimmen

Sicherungs- und Lästerteam

Benjamin - ohne Mütze, die trägt er nicht beim Paddeln

Joe Cool 

Auf unserem Weg zurück in Richtung Heimat - alles ist mal zuende - haben wir einen Zwischenstop in Landeck gemacht. Die Sanna war allerdings hier nicht unser Ding und wir wollten auf die Trisanna. Als wir Straße in Richtung Ischgl hochfuhren, hatten wir zunächst Bedenken, ob es sich wirklich lohnen würde, hier Bootzufahren.

Wie sich kurze Zeit später herausstellte, eine falsche Befürchtung. Von der der Straße aus sah der Fluß harmlos und langweilig aus und das war er auch die ersten 2 KM. Nur dann kam ein Kurve und wie Mark sich später ausdrückte: "Als ich hinter die Kurve sehen konnte, dachte ich nur noch: Das geht nicht gut!".

Heimtückisch hinter dieser Kurve begann eine ca. 400 - 500 Meter lange, verblockte Schwallstrecke mit neckischen Löchern & Walzen. Auch mit meinem Gattino hatte ich da meine Schwierigkeiten, die in einer Kenterung kurz vor dem Ende des Schwalls endete. Boot weg, Paddel weg und meine Schwimmgeschwindigkeit wurde erheblich durch die eine oder andere Walze gebremst. Glücklichweise konnte ich direkt hinter der Walze aufstehen und langsam seitwärts in Richtung Ufer vortasten - und die letzten Meter mit einem Sprung schwimmend erreichen.

Auch Reinhard hatte hier das Vergnügen zu schwimmen ...

Merke: Nicht alles, was langweilig aussieht, ist es auch !

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