Ostern in Bollendorf

12. bis 17. April 2001

 

Lothar war so nett und hat den Bericht über die Osterfahrt abgefaßt:

Auch wenn die Wettervorhersage nicht so vielversprechend  war, so fand unsere Osterfahrt trotzdem statt.

Wie im vorigem Jahr, so ging es auch diesmal wieder nach Bollendorf an der luxemburgischen Grenze. Unser Ziel war der Campingplatz Altschmiede Sauer gelegen.

Die Ersten sind bereits am Gründonnerstag Nachmittag angereist und der Rest folgte dann am Karfreitag. Der Wasserstand von Sauer und Our war kräftig angestiegen und es war mit einer zügigen Fahrt zu rechnen.

Also gleich am Freitag in die Neoprenklamotten und ab nach Vianden um von dort die Our und dann weiter auf der Sauer zum Zeltplatz zu fahren. Als wir (Juppi, Sven, Petra, Lucas und ich, Lothar) in Vianden ankamen, wurden wir von einer kräftigen Schneeschauer empfangen.

Am liebsten wäre ich gar nicht ausgestiegen und zurück zum warmen Wohnwagen gefahren, aber wir sind ja keine Weicheier. Unterhalb des Wehres haben wir dann eingesetzt und los ging die Fahrt. Pini (den Bootshund von Sven und Petra habe ich fast vergessen) der bestieg sein Körbchen auf dem Heck von Svens Boot.
Könnte fast eine Postkarte sein...
Die Sonne ließ sich zeitweise blicken und wärmte unsere Eishände. An der Einmündung der Our in die Sauer haben wir eine kleine Pause eingelegt, doch eine Regenschauer ließ uns schnell in die Boote steigen und weiterfahren.

Am Zeltplatz angekommen ging es erst einmal unter die heiße Dusche. Eine echte Wohltat bei diesem Wetter. Die Sonne meinte es anschließend noch einmal gut mit uns, so dass wir uns im Sonnenschein auf der Liege erholen konnten.

Abends war dann gemütliches Beisammensein im Wohnwagen von Juppi und Karin. Am nächsten Morgen war alles dick mit Raureif  überzogen, denn in der Nacht war das Thermometer auf  – 4° C gefallen.

Unseren Zeltern Renate und Lucas hat das aber nicht viel ausgemacht. Nach einem heißem Kaffee bzw. Schokolade waren die Beiden wieder fit. Lucas und ich haben eine Radtour nach Echternach unternommen und uns diesen herrlichen Ort angeschaut.

Eine Portion Döner mit 7 frischen Salaten und leckerer Knoblauchsoße durfte nicht fehlen. Die Anderen haben die Wanderschuhe rausgeholt und sind an der Sauer entlang nach Wollersdorf gewandert. Zurück ging es auf der Luxemburger Seite bis nach Bollendorf und weiter am Ufer entlang zum Campingplatz.

Nachts hat es dann zur Abwechslung mal kräftig geschneit. Zum Glück ist der Schnee aber nicht liegengeblieben. Bei diesem Wetter war die Lust auf paddeln nicht so groß und wir haben uns zu einer Wanderung entschlossen. Die Umbebung von Bollendorf ist wirklich ideal zum wandern. Mit dem Auto ging es zum Grundhof direkt auf der anderen Sauerseite gegenüber unserem Zeltplatz.

OK, der erste Gedanke ist bei Leihbootfahrer
Vom Grundhof ging es dann direkt hoch auf einem steilen und z.T. sehr matschigen Weg. Von oben hat man dann einen herrlichen Ausblick über das Sauertal. Über das Hochplateau geht es dann weiter zum Ort Beaufort dessen Kirchturm schon von weitem den Weg weist. Vorbei an der Kirche und dann bergab zum Chateau Beaufort einer Ruine mit Teilen aus dem 12. Jahrhundert.

Von hieraus geht es dann am Waldteich entlang in das Hallerbachtal. Dieses Tal ist scharf in die Felsen eingeschnitten und auf Grund der eigenen Kleinklimazone besonders reich an Vegetation. Der Wanderweg führt durch dieses Tal immer direkt am Wasser entlang. In einem großen Bogen geht man zurück zum Grundhof. Dauer der Wanderung ca. 4 Std. Abends war dann auf dem Campingplatz eine Besichtigung der hauseigenen Brennerei. Hier konnten die leckeren Obstschnäpse verkostet werden. Für die meisten war der Ostermontag dann schon der Rückreisetag. Nur Lucas und ich sind noch einen Tag länger geblieben. Wir sind dann noch ins Müllertal gefahren und haben dort eine Wanderung mit Besuch des Schiessentümpels unternommen.

Ein Glatter  VI er - na, und?

Lothar Tinnefeld, April 2001

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