Technisches Hilfswerk Krefeld
Camping- und Paddelwochenende

19. bis 20. Mai 2001

 

Am Samstag Mittag war es so weit. Die Jugendgruppe des THW Krefeld rückte an, um bei strahlenden Sonnenschein das Wochenende über zu zelten, zu grillen und natürlich zu paddeln.

Ein Wehrmutstropfen hatte die Sache allerdings - der Unimog war nicht dabei !

Lothar war so nett und hat von dem Wochenende einen Bericht verfaßt - und diesen mit Bildern aus seinem neuen Spielzeug versehen

Gruppenbild mit Damen

Die Jungs & Mädels kamen mit 15 Jugendlichen, 5 Betreuern und 4 Einsatzfahrzeugen, wobei die Iveco´s nur mit Millimeterarbeit durch Tor kamen ...

Unter der fachkundigen Leitung von Helmut hieß es dann, aus einem Wirrwarr von Stangen zwei Gruppenzelt zu errichten.

Nach etwa einer Stunde stand das erste Zelt und 15 Minuten später das Zweite. Der Aufbau der Feldbetten und das Ausbreiten der Schlafsachen war dann nur noch Minutensache.
 

Kritische Blicke ? Wohl eher erstaunt ...
Von soviel Einsatz waren selbst die THW - Betreuer überrascht.

Futterzeit

Arbeit an frischer Luft macht hungrig. Aus einer Imbissstube wurde Currywurst mit Pommes beschafft. Bei der Bestellung von über 20 Portionen hat der Wirt wohl etwas zweifelnd aus der Wäsche geschaut und sich langsam ans Werk gemacht.

Böse Zungen haben gefragt, ob denn die erste, geöffnete Imbissstube erst kurz vor Köln gewesen wäre oder ob die Kartoffeln erst noch gepflanzt werden mußten ...

Trockenübungen

Nach dieser Stärkung wurden dann die Boote herausgeholt. Jeder bekam ein für ihn passendes Boot zugeteilt, natürlich mit Paddel, Spritzdecke und Schwimmweste.

Die Auftriebskörper wurden kontrolliert, die Fußstützen eingestellt und das Schließen und Öffnen der Spritzdecke erklärt.

Aufwärmtraining
Ian (englischer Vorname), unser Spezialist für Gruppenbetreuung, hat dann den richtigen Umgang mit dem Paddel erklärt. Auch einige Verhaltensregel bei einer möglichen Kenterung wurden ausgiebig erklärt.

Take me to the river

Nach dem Trockenkurs wurden Gruppen eingeteilt und die Boote runter zum Rhein getragen.

Endlich konnte es auf dem Wasser losgehen. Pünktlich mit dem Einsetzen der Boote ins Wasser kam auch der Sonnenschein hervor.
Einsatz im noch eiskalten Wasser

Die ersten Paddelschläge waren noch etwas schwierig, doch bei den meisten klappte es auf Anhieb. Den Rhein stromauf zufahren ist ja auch nicht so einfach und bei einigen war eine Sonderbetreuung erforderlich - was jedoch trotz Trockenanzug und Neoprene ein “frisches” Unterfangen war.

Unverhofft kommt oft

Nach wenigen Minuten war schon ein Gleichgewichtsgefühl vorhanden und mit dem Geradeausfahren klappte es dann auch. Zum Ende konnte bereits ein Hochstart erfolgen.


Selbstverständlich hatten wir auch einige Kenterungen ; aber die gehören schließlich auch dazu.

Nach der Übungsstunde war man nass aber glücklich wieder an Land. Unter der warmen Dusche im Bootshaus wurden die kalten Knochen wieder aufgetaut.
Das Betreuer Orakel

Von links nach rechts: Michael, Anja, Christian, Olli und Mark. Unsere Kanulehrer kamen natürlich als letzte vom Wasser, trafen sich zu einer Abschlussbesprechung und diskutierten über die Fahrt am morgigem Sonntag.


... manchmal sind die ganz schön mies

Da man sich nicht einigen konnte, wurde die Gegenstimme kurzerhand im Rhein versenkt. So funktioniert die Paddlerdemokratie - da klappt´s auch mit der Nachbarin

Mittlerweile war der späte Nachmittag angebrochen und der Hunger meldete sich. Die Betreuer vom THW haben den Grill entfacht und große Mengen an Würsten und Grillfleisch zubereitet. Dazu gab es Kartoffelsalat, Krautsalat und Brot. Alle Mitglieder des KWC waren herzlich eingeladen.

Take me home, Country Roads

Langsam wurde es kühl, also ein Grund mehr ein zünftiges Lagerfeuer anzuzünden.

Bitte nicht weiter singen !!

KWC und THW in großer Runde. Bei soviel Glut und Hitze wird die Kehle langsam trocken und so kam das Freibier genau zur richtigen Zeit.

Kleine Pyromanen bei einer neuen Betätigungsstätte

Die Kinder und Jugendlichen wollten natürlich nicht bei den Gruftis sitzen. Für sie war das Rheinufer mit eigenem Lagerfeuer der richtige Tummelplatz. Es war ein langer und anstrengender Tag und morgen soll es um 8:00 Uhr weitergehen. Für 22:00 Uhr war somit Nachtruhe angeordnet - für die Kids !

Mit einem wunderschönen Sonnenuntergang über der Uerdinger Rheinbrücke ging dieser Tag zu Ende.
 

Für den Sonntag hatten wir eine Wanderfahrt auf der Ruhr von Essen - Werden über Kettwig nach Mülheim vorgsehen.

Deligieren statt anpacken

Die Zufahrt bis zum Parkplatz am Pegelhaus war eine Sonderprüfung für die LKW-Fahrer, da einige PKW im Halteverbot standen und die Strasse blockierten. Zum Abladen der Boote müssen alle fleißig zupacken nur die Erwachsenen scheinen nichts vom Anpacken zu halten. (Anmerkung: Die Kunst liegt im Deligieren)

 

Bis alle auf dem Wasser waren das hat schon etwas gedauert. Die Mädels aus der Gruppe sind mit je einem Erwachsenen vom KWC im Zweier gepaddelt.

Eins der beliebtesten Paddelmanöver: Päckchen
Das Wetter war hervorragend und Ian hatte sich wieder ein paar Spielchen ausgedacht.

So mussten die beiden äußeren ihr Boot verlassen über die anderen Boote hinweg laufen und dann im entgegen gesetzten Boot wieder Platz nehmen. Baden ist bei solchen Spielchen vorprogrammiert.

Der Zwischenstop ist erreicht

Unser erstes Etappenziel war Kettwig. Hier war gleichzeitig auch die Möglichkeit gegeben, die Fahrt vorzeitig zu beenden - was eine Gruppe auch dankend in Anspruch genommen hatte

Essen, immer nur Essen. Aber hier ist der Name Programm...

Für alle gab es erst einmal eine große Pause am Bootshaus in Kettwig an der Staumauer.

Auf der zweiten Etappe nach Mühlheim ging es dann recht zügig weiter. Ein paar Motorbootfahrer sorgten auf unsere Bitte hin auch noch für etwas Wellengang.

Am Steg in Mühlheim wurden dann die üblichen Wasserspiele durch geführt. Anschließend wurden alle Boote bis zum Waldparkplatz geschleppt und auf dem bereitstehenden Anhänger verladen.Das brachte die nassen und kalten Schwimmer wieder auf Temperatur.

Das, was hier fehlt, ist das Zelt ...

Die Rückfahrt zum Bootshaus ging reibungslos über die Bühne. Bei einigen Helden zeigten sich die ersten Ermüdungserscheinungen. Aber nun hieß es noch einmal kräftig zupacken. Alle Boote abladen, säubern dann noch das Lager abbauen und im Bootshaus die alte Ordnung wieder herstellen.

... denn das ist schon verpackt !

Am späten Nachmittag war dann alles verladen und die Heimreise konnte beginnen. Die Betreuer des THW und auch die Jugendlichen haben sich bei den Paddlern des KWC recht herzlich bedankt für das schöne und gelungene Wochenende.

Vielleicht sehen wir uns im kommende Jahr einmal wieder.

Lothar

Ja, gerne, denn es uns auch sehr viel Spaß bereitet - aber bringt dann den Mog mit !

Christian

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