Der Wetterbericht für das kommende Wochenende wurde von allen Wetterfröschen als sehr positiv vorausgesagt. Bei unserem Training am Samstag verabredeten wir uns für den morgigen Sonntag um 11:00 Uhr am Bootshaus. Eigentlich wollten wir ja nur die kleine Strecke von Düsseldorf - Lörick (15 Km) bis zum Bootshaus paddeln aber bei diesem Wetter haben wir uns dann doch für eine Abfahrt vom Neusser Sporthafen (27Km) aus entschieden.
Im Neusser Sporthafen war an der Rampe großes Gedränge denn auch einige Segler und Motorbootfahrer beendeten die Saison und versperrten mit ihren Hängern so ziemlich alle Wege. Also sind wir zum Steg des Ruderclubs ausgewichen und durften uns dort die Sprüche anhören, dass dieser Steg privat ist usw. Vom sportlichen Miteinander war hier keine Rede, und einige Ruderer(innen) glauben wohl, etwas „Besseres“ zu sein. Man kann auch sagen, daß sie bestrebt sind, die bestehenden Vorurteile zu untermauern. Ungeachtet dieser “Freundlichkeiten” ging es dann doch aufs Wasser. Unsere Gruppe bestand aus 8 KWC Mitgliedern und 2 Gästen. Der Rhein hatte einen hohen Wasserstand und so kamen wir sehr schnell voran. Es herrschte recht großer Schiffsverkehr, so dass beim Wechsel auf die andere Rheinseite besondere Vorsicht geboten war.
Im Neusser Bogen wurde es dann mit dem Schiffsverkehr besonders eng, und Paul und Brigitta mussten mächtig paddeln, um einem Containerschiff auszuweichen. Es sah aus als ob der Schiffsführer extra auf die beiden zusteuerte. Viel Schiffsverkehr hat natürlich auch positive Seiten: So gab es reichlich Wellen und Uwe war zeitweise in den Wellentälern verschwunden. Sicherlich ein gutes Training für seine Fahrt am kommenden Wochenende durch die Imster Schlucht. Die Fahrt ging vorbei am Medienhafen und weiter am Landtag mit Fernsehturm.
Das schöne Wetter hatte viele Düsseldorfer an den Rhein gelockt, dort war auf der Uferpromenade ein buntes Treiben. Auf der neuen Brücke der A44 waren wohl mehr Radler als Autofahrer unterwegs. Viele dieser Radler machten eine Runde von der neuen Brücke zur Kaiserpfalz nach Kaiserswerth. Hinter der Fähre von Langst nach Kaiserswerth haben wir dann eine Pause eingelegt. Dort am Campingplatz wollten wir ein Bierchen trinken aber die Kellnerin kam bei diesem großen Andrang einfach nicht durch.
So blieb es beim Beine vertreten, einem Butterbrot und dem Rest aus der Trinkflasche. Die letzten 7 Km bis zum Boothaus waren dann fix abgepaddelt. Am Boothaus hatten in der Zwischenzeit die Nichtpaddler eine große Kaffeetafel vorbereitet. Bei reichlich Kaffee und Kuchen haben wir dann gemeinsam den unseren Saisonabschluss gefeiert. Text von Lothar Tinnefeld |