Kanu Wander Club Krefeld 1950 e.V.
Wanderfahrt auf der Lahn
31.04.- 03.05.2003

Den Feiertag des 01. Mai haben wir genutzt, um eine Wanderfahrt auf der Lahn zu machen. Auch hier haben uns Lothar und Ulrike Text und Bilder zur Verfügung gestellt, um den daheim gebliebenen einen Eindruck zu vermittlen.

Da in diesem Jahr der 1.Mai auf einen Donnerstag fiel, bot sich die Möglichkeit an, daraus ein langes Wochenende zu machen. Die meisten in unserer Gruppe konnten somit schon am Mittwoch anreisen. Mit von der Partie waren: Petra, Sven und Hund Pini, Birgit und Stefan, Ulrike, Felix, Lothar (ich), Mark  und ab Freitag Gabi und Norbert.

Normlerweise sitzt der Hund vorne...

Suchbild: Wo ist bei diesem Zweier die 3. Person?

Wer sich schon gefragt hatte: Das ist Ulrike

Sieht aus wie ein Starenkasten am Wasser

Sieht aus wie Gegenverkehr, ist es aber nicht.

Winnetou oder Winnetouch?
Das Wetter war gut aber es waren Gewitter für die nächsten Tage angesagt. So ein Gewitter bringt natürlich auch eine Menge Regen, welcher nach diesem trockenen Winter und Frühjahr dringend benötigt wird. Ob es für die Befahrung des Gelbaches der direkt neben dem Campingplatz in die Lahn mündet ausreicht ?

Als Standquartier hatten wir den Campingplatz Schloss Langenau ausgewählt. Landschaftlich liegt dieser Platz sehr schön aber die sanitären Einrichtungen sind eine wahre Zumutung (Note 6). Die Preise dagegen waren die eines Luxusplatzes und somit nicht empfehlenswert. Ausschlaggebend für die Wahl dieses Platzes war die Lage direkt am Gelbach. Leider war der Wasserstand an allen Tagen für eine Befahrung nicht ausreichend, somit blieben nur Fahrten auf der Lahn übrig. Da die Boote noch auf den Fahrzeugen verladen waren, bot sich ein Tour an die anschließend am Zeltplatz endet. Es sollte eine kleine Tour werden und so war unsere Einsatzstelle beim Camping-Platz des Eisenbahn-Sport -Vereins Lahnstein, Km 100,6. Der Wind war noch etwas kühl und kommt wie meist beim paddeln von vorne.

Da wir am frühen Nachmittag schon zurück waren war noch genügend Zeit um nach Oberhof zu gehen und von dort weiter zum "Goethepunkt". (Goethes Lahnreise 1772) Der „Goethepunkt“ ist ein 170 m über dem Fluss liegender Felsvorsprung mit Schutzhäuschen, zwischen Lahn- und Gelbachtal. Oben auf der Höhe hat man einen besonders schönen Ausblicke über das Tal. Obernhof hat viele Weinberge und der Lahnwein wird in den Wirtschaften ausgeschenkt. Der Abend wurde mit einer gemeinsamen Grillrunde beendet.

Hiermit in die Schleifensammlung aufgenommen. Die Lahnschleife
... natürlich mit Schloß
Platz ist an der kleinsten Ecke
Am Freitag ging es dann vom Campingplatz Km111 nach Bad Ems (125,9). Nach dem Passieren von einigen Schleusen haben wir dann in Dausenau auf der Wiese eines Kanuverleihers eine Pause eingelegt. Dausenau, hat eine malerische Häuserzeile auf den alten Befestigungen, einen Schiefer Turm und eine 1000jährige Gerichtseiche.

Sieht so aus, als wenn hier eine Pause in Nachbars Garten gemacht wurde
Recht nah am Wasser gebaut, oder?
Stadtrundfahrt mal anders
Weils so schön war, gleich noch ein..
Der Samstag wurde von der Gruppe unterschiedlich verbracht. Erst einmal wurde für Abends Grillgut eingekauft. Ein Teil ist zum paddeln nach Diez gefahren und einige haben sich den Ort Diez in Ruhe angeschaut. Diez (ca. 10.000 Einwohner), schon 790 urkundlich erwähnt, war Residenz der Grafen, später Fürsten Nassau-Diez und Nassau-Oranien, welche rühmlichen Anteil an der Geschichte der Niederlande hatten (Stadthalter, Könige). In dem aus dem steilen Porphyfelsen gleichsam herausgewachsenen alten Grafenschloss (11. Jahrhundert) ist heute die Jugendherberge und das Heimatmuseum untergebracht. In der Altstadt und besonders in der Schulstraße gibt es shöne Fachwerkhäuser.

Sorry, einen haben wir noch
Ich (Lothar) habe eine Wanderung zum Kloster Arnstein und weiter zur Schleuse Hollerich unternommen . Kloster Arnstein hat eine der bedeutendsten romanischen Klosterkirchen Deutschlands. Von hier aus kann man schöne Wanderungen in beliebiger Länge in das "Jammertal", welches hinter dem Kloster Arnstein in den Felsen geschnitten ist, unternehmen. Dieses Tal wird vom Dörsbach durchflossen. Leider war auch hier der Wasserstand für eine Paddeltour zu gering.

Auch sicher eine nette Party Location
Sonntag unser Rückreisetag wurde von einigen nochmals zu einer Paddeltour nach Bad Ems genutzt. Nach einem großen gemeinsamen Frühstück wurden die Zelte abgebaut die Fahrzeuge gepackt und nach Bad Ems vorgebracht. Das Wetter war herrlich warm und es wehte ein leichter Rückenwind, und so gab es den ersten leichten Sonnenbrand in diesem Jahr.

Das Staatsbad (Rheinland-Pfalz) Bad Ems ist weltberühmt wegen seiner Heilquellen, die schon den Römern bekannt waren. Der römische Limes überquerte, vom Hochtaunus kommend, hier die Lahn (und stieß bei Rheinbrohl an den Rhein). Schon 1474 wurde ein dreistöckiges Badehaus errichtet. Kaiser Wilhelm I. weilte regelmäßig zur Kur in Bad Ems, internationales Publikum folgte, schönes Kurhaus, gepflegte Anlagen. Sehr schöner Blick vom Restaurant Concordiaturm. Mit der Standseilbahn kommt man auf die Bismarckhöhe und geniest von dort oben einen schönen Ausblick. Es muss in Bad Ems auch viele russische Gäste gegeben haben, denn dafür zeugt die orthodoxische Kirche.

Das ist endlich mal ein würdiger Anleger
Fehlt nur noch das standesgerechte Publikum
Ein Leuchtturm am Fluß??
Für 1001 Nacht sind wir aber ein wenig vom Kurs abgekommen...
Am Ruderclub in Bad Ems (124,3) standen unsere Autos, die Boote wurden aufgeladen und es ging zurück nach Krefeld zum Bootshaus.

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