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KANU WANDER CLUB Krefeld e.V. 1950



Wildwasserfahrt Scharnitz 12.- 16.05.1999

Hallo, Leute !

Am 12.05.1999 war es mal wieder soweit. Der anstehende Feiertag hat sich für einen kleinen Abstecher in die Berge angeboten. Und weil der Mensch nun mal ein Gewohnheitstier ist, hat der KWC Krefeld als altbewährtes Ziel den Campingplatz in Scharnitzaus- erkoren.
Schließlich wollten wir doch alle wissen, ob Liesel und Karl immer noch kein Telefon haben ....
Naja, der Wetterbericht war alles andere als verführerisch und eigentlich hatten wir alle damit gerechnet, in den nächsten Tagen ein Wechselbad aus Sonne und schönen Flüssen zu erleben. Übrigens hat es die 4 Tage eigentlich nur einmal geregnet - eben diese 4 Tage lang.
Die Vorhersage aus dem Radio kann man mit wenigen Worten zusammen fassen: Überall Sonne außer am Alpenrand.

Zunächst einige Impressionen vom Rißbach:
Der Rißbach liegt im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich. Landschaftlich schön gelegen und über eine Mautstrasse zu erreichen. Bekannt sind hier die schrägen Rippen (links) und das Straßen S. Wem das Bild ein wenig unbekannt vorkommt: Der Wasserstand war ein wenig höher als die meisten es kennen....
Mit einem geübten Auge kann man hier ca. 60 cm unter der Wasseroberfläche die Garagen erkennen; hier sollte man eigentlich die Fahrt abbrechen, falls man noch etwas vor hat...

Dies ist der Blickwinkel von den Garagen aus in die Klamm hinein; der Wasserstand spricht hier wohl für sich. Unten ein ehrfürchtiger Blick in die untere Klamm.

Übrigens haben wir hier die Truppe des benachbarten KTSV Preussen getroffen; jedoch wurde nach dem Wasserstand kurzfristig die Entscheidung getroffen, auf die Isar auszuweichen. Mit dem Erfolg, daß einer mit ausgekugeltem Arm ausscheiden mußte. Das war allerdings nicht der einzige Ausfall in der Truppe; wenn die Jungs von Preussen 14 Tage geblieben wären, hätten man einen Fahrer schicken müssen, der den Vereinsbus nach Hause gebracht hätte

.... läster. Naja, man wird halt älter & ruhiger.

Später ging es dann zur Brandenberger Ache, die auch nicht gerade trocken gewesen ist:

Die Brandenberger Ache ist ein sehr schön gelegener Fluß mit 2 gut fahrbaren Teilstrecken und der weniger gut befahrbaren Tiefenbach Klamm in der Mitte. Links ist die Eingangspassge zum oberen Teil zu sehen; auch hier hatten wir keinerlei Befürchtungen, Steine schrubben zu müssen.
So sieht es dann im Saugraben aus, einer Stelle im unteren Teil, in welchem der Fluß verengt ist und noch mehr Wasserwucht vorhanden ist.
Allerdings sollte man schon sauber links einfahren oder zumindest ein Boot benutzen, welches auch in der Walze genügend Auftrieb gibt (Gattino oder Flugzeugträger)

Wenn man darüber hinaus noch ein wenig aus dem Training ist und die Schlitzfelsen einen ebenso überraschen wie die Killeralgen, dann kann das schon mal passieren. Pech, Juppi, aber Du weißt ja: Mal verliert man, mal gewinnen gewinnen die anderen !
Ein Paradebeispiel, wie man es nicht unbedingt machen sollte, war unser Dennis. Anfahrt verpaßt, im Kehrwasser gedreht und rückwärts haarscharf an der Unterspülung vorbei. Bei der Alternative zwischen Wurfsack und Fotografieren hatte ich mich für Foto entschieden - geschwommen ist er bei dieser Aktion wider Erwarten nicht.

Um hier einmal direkt dem Vorurteil entgegen zu treten, daß Paddler eine eher langweilige Sorte sind: Hier sieht man Jörg Küsters, nicht immer der Schnellste im Wettkampf, aber mit Abstand der Lustigste !Leider mußten wir ihn im Verlauf des Tour erklären, daß man nicht die "Alexander von Humboldt" erhält, wenn man die Palette leergetrunken hat.

Eine bittere Enttäuschung, aber was soll er auch mit einem Segelschiff ?

Auf dieser Tour ist übrigens nach vielen Jahren ein alter Freund aus Königswinter dabei gewesen. Ralf und ich kennen uns seit ca. 12 Jahren. Netterweise hat er mich einmal aus der Ötztaler Ache gefischt; seitdem kann man mir seit dem 08.08.1988 zum 2. Geburtstag gratulieren. Man sollte sich einfach öfter treffen ....
Christoph´s Power Polo. Da wurde selbst Ingo neidisch, daß dieser Wagen es in und auf die Berge und wieder zurück geschafft hatte - und sein Jetta nur mit Hilfe des ADAC über die Stadtgrenze kommt. Vor lauter Frust hat Ingo seinen Jetta Diesel Automatik gegen einen Golf ausgetauscht. Und damit der wenigstens mal die Tour in die Berge schafft, wird er erst mal geschont.

Man könnte mitunter den Eindruck gewinnen, daß die Österreicher führend im Abkassieren der Autofahrer sind. Aber so häufig wie in der Eifel sind die Starenkästen nicht vertreten.

Warum auch ? Ordnungshüter in Österreich scheinen die ersten geklonten Menschen zu sein. Oder kann hier sonst noch jemand die Geschwindigskeit eines Fahrzeuges mit dem bloßen Auge verbindlich feststellen ?
Kreativität ist hier alles - wenn das Geld schon nicht für eine Kamera reicht, dann eben ein Foto derselben. Allerdings haben wir nicht in Erfahrung bringen können, wie die Belichtung hier eingestellt wird ....
Sorry, aber meinen Lieblingsvehikeln muß ich einfach einen Platz widmen .... Da kann ich mich der Werbung nur anschließen:
UNIMOG - SOLLTE MAN HABEN
 
 
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