Startseite Berichte Berichte vor 2000 Karate 1999

 
KANU WANDER CLUB Krefeld e.V. 1950

Vereinigte Turnerschaft Kempen
Abteilung Karate

Kanu- und Campingwochenende
18. und 19.09.1999

Oben rechts: Hong Kong Pfui

Bisher hatten diese Jungs & Mädels der Karateabteilung der Vereinigten Turnerschaft Kempen immer den
Boden unter den Füßen behalten, aber das hat sich
am 18. / 19. September 1999 geändert.

Bewußt und freiwillig.

Und hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht !


Was war passiert ? Frawi (oben rechts im Bild) und ich (Christian) hatten uns des öfteren schon mal unterhalten, ob und wo es zwischen verschiedenen Sport- Vereinen Möglichkeiten des Austausches gibt. Und da dieser Sommer (ausnahmsweise) das schöne Wetter nicht nur auf die Wochentage gelegt hatte, sondern auch auf die Wochenenden, kamen wir auf die Idee, ein gemeinsames

Kanu- und Zeltwochenende zur Abwechslung anzubieten.

Gesagt, getan. Termin ausgeguckt und organisiert. Besteht überhaupt Interesse ?
Haben wir genug Boote, Spritzdecken und Schwimmwesten ?
Sind genug paddelkundige Bootfahrer dabei ?
Vor allem: Haben wir auch gutes Wetter ??
Dann war es soweit.
Die Resonanz war schon klasse - ca. 25 Leute hatten sich für das Wochenende angesagt.


Nachdem die Jugend einschl. der Betreuer mit Sack und Pack gegen Mittag das Bootshaus Gelände erreicht hatten, wurden erst einmal die Zelte aufgebaut.

Erst mal alles verstauen und umziehen, denn danach ging es bald weiter - wir waren ja nicht zum Vergnügen hier.
Als paddelkundige Lehrer hatte sich neben Mark Tinnefeld und Florian Krumpen auch Christian Haseleu und freundlicherweise Michael Thelen vom Nachbarverein zur Verfügung gestellt - meiner einer war auch dabei.
Boote, Spritzdecken und Schwimmwesten waren bis auf leichte Engpässe ausreichend vorhanden und das Wetter hat es auch gut mit uns gemeint.
Zunächst hat es eine kurze Einweisung zum Thema Boote, Paddeln & Co. gegeben.
Wo ist vorne, wo hinten und das es nicht ganz richtig ist, wenn der Kopf beim Paddeln unter Wasser ist.
Für eine bessere Übersicht wurden Gruppen eingeteilt und dann begann der Run auf die Boote und Ausrüstung.


Es hat eine Zeit gedauert, bis jeder ein Boot und dieses auch nach seiner Größe eingestellt hatte. Auch die richtigen Paddel zu finden, war in dem Gewusel manchmal nicht ganz einfach.

Aber nach kurzer Zeit hatte jeder seine Ausrüstung zusammen und das Trockentraining konnte beginnen.

Nachdem so einigermaßen klar war, wie man richtig im Boot sitzt, wie man richtig das Paddel hält und wie man dieses auch richtig in der Hand dreht, wurde es langsam ernst - es ging zum Wasser.
Hier sieht man Michael, den richtigen Winkel bei der Paddelhaltung demonstrierend.

Natürlich waren die ersten Schritte oder besser gesagt die ersten Paddelschläge ein wenig ungelenkt und irgendwie wollte das Boote immer in eine andere Richtung fahren als man eigentlich geplant hatte - aber diese jedem Bootfahrer noch bestens bekannten Frustmomente legten sich nach kurzer Zeit.



Dann ging´s endlich los zum ersten Ziel, dem Krefelder Yachthafen. Hier hatten wir die Möglichkeit, ohne die Strömung ein wenig zu üben und ganz nebenbei war die Strecke dorthin ein erster Test: Nicht jeder Anfänger schafft es auf Anhieb, die ins Wasser ragenden Krippen- Köpfe zu umfahren.

Hut ab - keiner hat sein Boot hier umtragen müssen !

Mir ist in diesem Zusammenhang zu Ohren gekommen, daß Florian mit der Zuteilung seiner Gruppe sehr zufrieden gewesen ist.

Ich habe keinen blassen Schimmer, warum ....



Manch einer machte allerdings in seinem neuen und ungewohnten Outfit einen etwas planlosen Eindruck ...

Natürlich hat sich nach den Stunden auf dem Wasser auch der kleine Hunger eingestellt. Jedoch ist er bei der tollen Verpflegung durch die guten Feen des Karatevereines nicht lange geblieben.

Die meisten sahen allerdings danach so aus, als könnten sie ein Nickerchen gebrauchen.

Ob das an der frischen Luft oder an der ungewohnten Aktivität lag ?


Natürlich darf bei einem solchen Anlaß ein Lagerfeuer nicht fehlen - inkl. einen selbstgebacken Stockbrot.

Unbestätigten Gerüchten zu Folge ist dies der Auftakt einer langen Nacht gewesen.

Hier musste Frawi seine gesamten Selbstverteidigung- Kenntnisse einsetzten, um nicht in seinem Multifunktions- Schlafmobil eingesperrt zu werden.


Für den Sonntag war eine Kanutour angesetzt. Zunächst war eine Tour von Kaiserswerth nach Krefeld vorgesehen;
das sind ca. 7 km auf dem Rhein abwärts. Alternativ stand eine Fahrt von Lörick nach Krefeld an; dies ist zwar die doppelte Wegstrecke, aber nach den den Übungen des Vortages war es kein Thema.

Trotzdem kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Teilnehmer noch nicht besonders fit sind.
Lag das an der langen Nacht oder hat Mark wieder einen unchristlichen Aufbruchstermin angesetzt ?

Leider habe ich keine Bilder von dieser Fahrt. Nach dem Einsetzten im Yachthafen - mitten im Hafenfest - ging´s auf den Rhein und zum ersten Zwischenstopp in Kaiserswerth. Hier gab es Gelegenheit zum Erholen und zum Planschen im Wasser, dann der Rest bis Krefeld.

Insgesamt 14 km, die für die Meisten doch schon recht anstrengend gewesen sind. Nach der Ankunft am Bootshaus hatte man eher das Gefühl, daß der eine oder andere sich einfach nur noch in die Ecke legen wollte. Kann man auch verstehen.

Eine eigentlich vorgesehen Karate- Vorführung mußte daher auch leider verschoben werden. Wahrscheinlich auf nächstes Jahr, am Bootshaus. Aber dann vor einer Fahrt.

Das Wochenende hat hoffentlich allen gefallen und ist eine Wiederholung im nächsten Jahr wert.

Und, Trainer, warst Du zufrieden mit Deiner Truppe ???

 

 
© KANU-WANDER-CLUB Krefeld   |  Impressum  |  Haftungsausschluss/Datenschutz