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KANU WANDER CLUB Krefeld e.V. 1950


Bericht über die Fahrt auf der Rur am 11.09.2004 von Heimbach nach Obermaubach

Recht kurz entschlossen haben wir eine Fahrt auf der Rur unternommen. Stefan unser 2. Vorsitzender hat sich beim DKV um die Berechtigung für eine Befahrung gekümmert. Um 08:30 Uhr war Treffen und Boote laden am Bootshaus. Schon auf der Anfahrt zum Bootshaus hat es kräftig geregnet und das aufladen der Boote war nur mit Regenkleidung möglich. Der Himmel war dunkelgrau verhangen und eine Besserung war nicht in Sicht. Die Aussichten für eine schöne, sonnige Fahrt im Spätsommer waren also nicht sehr groß. Auf der Autobahn in Richtung Aachen gab es immer wieder Regenschauer die einen zwangen nicht schneller als 60 - 70 Km/h zu fahren. An der Ausfahrt Jülich ließ der Regen nach und ab Düren war es dann vom Himmel her trocken. Weiter ging die Fahrt über Nideggen und Hausen nach Heimbach wo unser Start war.
Überragt von der mittelalterlichen Burg Hengebach liegt der historische Wallfahrtsort im Rurtal. Mit seinen Fachwerkhäusern, gemütlichen Gasthäusern und Straßencafes lädt das Städtchen auch zum verweilen ein. Wer Zeit hat sollte sich auf jeden Fall Deutschlands schönstes Jugendstil-Wasserkraftwerk anschauen.

Bild- und Textquelle:
Stadt Heimbach Text z.T. geändert
Wir hatten uns für heute nur aufs Paddeln verlegt und sind sofort zum Startplatz an der Rur gefahren. Hier herrschte reges Treiben denn auch die Bootsverleiher waren am Start versammelt. Stefan besorgte die vorbestellen Erlaubnisscheine und kurz darauf sind wir dann gestartet.

Die Rur ist auf der Strecke von Heimbach nach Obermaubach eine der schönsten Flussstrecken in Nordrhein-Westfalen. Frei fließend mit zügiger Strömung jedoch ohne Schwierigkeiten kann diese Strecke von ca. 22 Km befahren werden. Da der Fluss von einer Bahnlinie begleitet wird, ist das zurückholen der Autos sehr bequem und im Stundentakt möglich. Die Bahnhöfe liegen sowohl beim Start als auch bei den Zielen in unmittelbarer Nähe der Ein- und Aussatzstellen.

Wir (v.l. Norbert, Wolfgang, Lucas, Stefan, Uwe und (hinter der Kamera Lothar) hatten uns entschlossen nach Obermaubach zu paddeln. Kurz nachdem wir auf dem Wasser waren kam die Sonne durch die Wolken und sollte uns bis zum Ende der Tour nicht mehr verlassen. Die Fahrt wurde in zwei Abschnitte aufgeteilt und Pausenort war Abenden.
Nachdem wir uns gestärkt hatten haben wir noch einen kleinen Rundgang durch Abenden unternommen. Hierbei entdecken wir in einem Hof ein altes Feuerwehrauto und zwei alte Lanz Bulldozer.
Abenden hat schon zur Zeit der Römer existiert. Als Beweis für lebhafte, römerzeitliche Besiedlung gibt es genügend Bodenfunde, die an zahlreichen Stellen noch bis in die heutige Zeit gemacht wurden. Darunter Reste einer Wasserleitung aus Buntsandstein. Abenden liegt an der alten Römerstraße Conzen-Zülpich, die bis heute noch den Namen "Conzenstraße" trägt. Die jetzige Ortslage geht auf eine fränkische Siedlung zurück. Text: Stadt Nideggen

Wieder auf den Wasser konnten wir an einigen Bäumen schon eine leichte herbstliche Verfärbung der Blätter erkennen. In etwa 4 Wochen wird es auch hier ausschauen wie in Nordamerika zur Zeit des Indiansommer. Vielleicht werden wir dann wieder hier paddeln und uns dieses Naturschauspiel anschauen.
Weiter ging die Fahrt auf der Rur und nach kurzer Zeit kam die Burg Nideggen in Sicht. Die Burg Nideggen liegt hoch auf einem der steilen Sandsteinfelsen die rund um Nideggen vorhanden sind.

Lucas vor der Burg Nideggen die hoch auf dem Berg im strahlenden Sonneschein liegt.

Etwa 2 Km weiter kommt von links das Flüsschen Kall hinzu. Hier in Zerkall beenden viele Paddler ihre Fahrt um sich den Weg über den Stausee von Obermaubach zu ersparen. Besonders im unteren Teil der Strecke sieht man an vielen Bäumen Bissspuren von Bibern, die zum Teil ganze Bäume gefällt haben. Die Biber selbst haben wir aber leider nicht gesehen, dafür aber Graureiher und Eisvogel.

Weitere Informationen: http://www.nideggen.de

Von 1177 bis 1191 ließ der Graf von Jülich, Wilhelm II., in seinem erbitterten Ringen mit Kurköln die Trutzfeste Nideggen erbauen, die bis zum 15. Jh. die Residenz der Jülicher Grafen blieb. Der älteste Teil ist der mächtige Bergfried, der von Graf Wilhelm II. von Jülich erbaut wurde.

Text:
Stadt Nideggen

 


Wir sind weiter gepaddelt und die letzten 2 Km führten dann über den kleinen Stausee von Obermaubach der wunderschön in dieses Tal eingebettet ist. Der Ausstieg an der Staumauer in Obermaubach liegt direkt am Bahnhof und eine Gaststätte, um die Wartezeit zu verkürzen, ist auch vorhanden. Nachdem Wolfgang und Norbert mit den Autos zurück waren, haben wir aufgeladen und sind zurück zum Bootshaus gefahren. Hier am Bootshaus wurden wir von unseren Frauen und Vereinskameraden, die gemütlich in der Sonne saßen, mit Kaffee und Kuchen empfangen. Ein schöner Paddeltag ging später dann so zu Ende wie er begonnen hatte, mit reichlich Regen.

Lothar

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