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Am 17.April 2005 war in Monschau Slalom- und Abfahrtsrennen
und somit gab es Zuschusswasser aus der Perlbachtalsperre.
Da der Wasserstand der Rur für eine Befahrung meist
zu gering ist muss man die Gelegenheit nutzen wenn es
Zuschusswasser gibt. So wurde am Samstag beim Training
kurz entschlossen festgelegt, dass es am nächsten
Morgen nach Monschau geht. Die Boote und alles was an
Wildwasserausrüstung benötigt wird, wurde schon
am Samstag gepackt. Am Sonntagmorgen ging es dann schon
um 8:00 Uhr los in Richtung Monschau. Ulrike, Mark und
Norbert wollten die Rur paddeln und ich (Lothar) war für
das Umsetzen des Autos zuständig. Für Norbert
war dies die erste Wildwasserfahrt in seinem Paddlerleben.
Start war am Kraftwerk unterhalb der Staumauer des Perlbaches.
Kurz nach 9:30 Uhr drehte ein Mitarbeiter des Kraftwerkes
den Hahn für das Zuschusswasser auf und die kurze
Wartezeit bis zum Start, wurde mit Umziehen und einstellen
der Fußstützen ausgefüllt.
Danach ging es dann zur Einstiegsstelle, einsteigen,
Spritzdecke schließen und der Start konnte erfolgen.
Die Wassertemperatur war nicht gerade als warm zu bezeichnen
aber mit Neoprenanzug bzw. Trockenanzug war dies kein
Problem. Der Nebel der noch am frühen Morgen herrschte
hatte sich etwas aufgelöst, aber von Sonnenschein
keine Spur. Erst gegen Mittag kam für kurze Zeit
die Sonne ein wenig zum Vorschein
Wenn die Beine zu lang und der Neo zu dick ist, gibt
es schon mal Probleme beim einsteigen.
Schon kurz nach dem Start hat Norbert dann die erste
Schwimmübung eingeleitet, und es sollte für
diese Tour nicht die letzte sein, was ihn aber in keinster
Weise entmutigte.
Das gibt wieder Punkte für den Titel des Kenterkönigs
2005!!
Wer nicht paddelt oder nur Binsenbummeln betreibt, der
wird diesen Titel nie erreichen. Es ist also kein Negativtitel
sondern spricht für sportlichen Ergeiz vor allem
bei Anfängern.
An dem Wehr, etwa auf halber Strecke zwischen Staumauer
und Einmündung in die Rur, konnte man sehen, dass
unsere Paddler gut mit Wasser und Wellen zurechtkommen.
Oder ?
Aber kurz hinter dem Wehr lauerte ein halb im Wasser liegender
Baumstamm auf die Kanuten. Mark als alter Wildwasserexperte
hatte damit keinerlei Schwierigkeiten, aber Norbert als
Neuling trieb halb vor dieses Hindernis versperrte dadurch
die Durchfahrt und so konnte Ulrike auch nicht weiter.
An ein Kehrwasser, in das man ausweichen könnte,
ist an dieser Stelle nicht zu denken. So kam es wie es
kommen kann, Ulrike treibt gegen Norbert und beide gehen
baden. Eskimotieren war nicht möglich denn die beiden
hätten sich gegenseitig das Paddel um die Ohren gehauen
weil die Durchfahrt nur etwas mehr als 1m breit war.
Nach dem Ausleeren der Boote und dem Zusammensuchen der
Ausrüstung konnte die Fahrt weiter gehen. Norbert
hatte vor Schreck sein Paddel losgelassen, welches Mark
dann auffing und über den Fluss brachte. Ulrike schon
wieder im Boot und kurz vor der Einfahrt in den Kanal
auf dem ehemaligen Fabrikgelände.
Nach der Mündung in die Rur kommt die Durchfahrt
durch Monschau die immer wieder ein Erlebnis ist.
Diese Stadtdurchfahrt wurde von zwei unserer Kanuten (Mark
und Florian) zum Jahrtausendwechsel am 31.12.1999 um Mitternacht,
mit an den Helmen angebrachten Lampen durchfahren.
Kurz vor dem Start des Kanuslalom Wettkampfes steigt
man aus um die Wettkampfstrecke zu umtragen. Nach etwa
500 m kann man wieder einsteigen und weiterpaddeln. Für
unsere Kanuten sollte die Strecke heute bis zur Straßenbrücke
in Grünental gehen.
Für Norbert folgten noch 1 oder 2? Kenterungen,
bevor die drei Kanuten glücklich und zufrieden in
Grünental an Land gingen. Für einen Anfänger
trotzdem eine gute Leistung.
Lothar
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