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KANU WANDER CLUB Krefeld e.V. 1950

Paddeltour auf der Schwalm am 3. April 2005

Am Samstag den 02.04.05 hatten wir unser übliches Samstags Training. Das Wetter war für diese Jahreszeit ungewöhnlich mild und auch für den Sonntag war bestes Wetter angesagt. Kurz entschlossen hat unser Wanderwart Mark eine Fahrt auf der Schwalm angesagt. Über Telefon wurden die nicht anwesenden Wanderfahrer informiert. Am Sonntag um 10:00 Uhr war Treff am Bootshaus und es gingen an den Start: Mark und Ulrike, Sandra und Friedhelm, Norbert und Gaby im Holzcanadier, Wolfgang mit Sohn Christoph, Lucas, Lothar und an der Lüttelforster Mühle kann noch Gosbert hinzu. Wolfgang hatte dann als die Autos umgesetzt werden sollten seinen Schlüssel verkramt, den Neo verkehrt herum an und auch sonst war er heute recht schusselig.

Die Schwalm ist ein kleines Wald- und Wiesenflüsschen welches im Raum Wegberg entspringt und in der Maas bei Swalmen (NL) endet. Die Schwalm kann ab Molzmühle mit Einerkajaks bepaddelt werden. Der obere Teil bis zum Ortseingang von Lüttelforst ist ziemlich zugewachsen und es liegen viele Bäume quer über dem Fluss. Hier bedarf es schon einiger Geschicklichkeit um diese Hindernisse zu überwinden, denn die Ufer sind sehr sumpfig und können kaum betreten werden. Ab der Straßenbrücke Lüttelforst - Merbeck ist die Schwalm begradigt und es gibt nur noch wenige Hindernisse.

Ab der Lüttelforster Mühle ist die Schwalm auch für Zweier befahrbar, doch muss man vor allem auf den ersten 200 Metern mit Grundberührung rechnen.

 

Es liegen immer wieder Baum und Strauchhindernisse im Fluss die umfahren werden müssen. Dabei kommt es auch manchmal zu Begegnungen mit unter Wasser liegenden Baumstümpfen. Hinter der Lüttelforster Mühle ist die Strecke beidseitig mit Bäumen und Büschen bestanden und bietet keinerlei Schwierigkeiten.


Vorbei geht die Fahrt an der Pannenmühle einem beliebten Ausflugslokal in der Region. Schon bald kommt die Autobahnbrücke der A52 in Sicht. Ab hier ist die Schwalm recht kurvenreich und die Ufer sind sumpfig. Hinter der Autobahn kommt ein kleiner See der zur Brempter Mühle gehört. Dieser See ist stark verlandet und man bleibt am besten am rechten Ufer. Kurz vor dem Mühlenwehr fährt man rüber ans linke Ufer zum Anlegesteg um die Mühle zu umtragen.

Am rechten Ufer gibt es einen Fischaufstieg der aber wegen Verbauung und sehr geringer Wasserführung für Boote nicht nutzbar ist.

Wer dennoch nicht tragen will kann durch das offene Mühlenschott fahren. Dieses Schott ist etwa 90 cm breit und der Höhenunterschied zum Unterwasser beträgt etwa 1 Meter. Also Paddel längs aufs Boot, den Kopf einziehen (niedrige Durchfahrt) und durch. Vor der Befahrung sollte man sich die Sache auf jeden Fall anschauen ob im Unterwasser auch kein Hindernis liegt. Da der Wasserstand der Schwalm recht niedrig war, und Gaby und Norbert des öfteren Grundberührung mit ihrem Holzcanadier hatten haben sie an dieser Stelle die Fahrt beendet.

Hinter der Brempter Mühle wird die Schwalm breiter und man fährt auf den Hariksee zu. Vor der Einfahrt in den See ist eine sehr niedrige Brücke zu durch fahren und hier kann man die tollsten Verrenkungen der einzelnen Paddler beobachten. Leichter ist da manchmal das Umtragen über das linke Ufer.

Der Hariksee ist ca. 1,3 km lang und etwa 250 m breit. Der See ist in Privatbesitz und darf nur gegen Gebühr befahren werden. DKV Mitgliedern ist es erlaubt den See im Rahmen einer Schwalmbefahrung zu durchqueren. Ein DKV Stander sollte am Boot aufgeklebt sein. Auf dem See herrscht reges Leben viele Ruderboote und kleine Segeljollen tummeln sich dort.


Selbst ein Ausflugsboot (mit Namen Patschel) fährt von einem Seeende zum andern.
Am Ende des Hariksees liegt die Mühlrather Mühle, dort wird wieder einmal das Mühlenwehr umtragen. Alle Umtragestellen an der Schwalm sind kurz und das Ein- und Aussteigen an den vorhandenen Stegen ist recht bequem.
Hinter der Mühlrather Mühle stehen links und rechts der Schwalm dichte Baumreihen und man hat das Gefühl auf einer Allee zu paddeln. Nach etwa 2 Km beginnt ein renaturierter Abschnitt mit Buchten und kleinen Untiefen. Auch zwei weitere sehr niedrige Brücken müssen durchfahren werden. Dann kommt die nächste Mühle in Sicht. Es ist die Borner Mühle an der das Mühlenwehr durch einen Fischaufstieg umfahren werden kann. Dieser Fischaufstieg ist eigentlich nicht für Paddelboote konzipiert und durch viele dicke Steine verblockt, aber mit etwas Geschick kann man sich dort durchmogeln. Sicherlich ist dieser Weg für empfindliche Boote nicht geeignet und sollte dann besser umtragen werden.


Es folgt nun der letzte Abschnitt unserer Tour der uns nach Brüggen führt. Auch hier gibt es kurz vor Brüggen einen renaturierten Abschnitt. Der kleine Fluss teilt sich plötzlich in drei Arme. Wir wählen den linken Arm und werden durch viele Kurven in einen überflutetet Wald geführt. Nach etwa 100 m paddeln durch einen überfluteten Wald kommen dann kurz vor der Aussatzstelle alle Arme wieder zusammen.


Am Wehr der Brüggener Mühle beenden wir unsere Fahrt. Hier gibt es einen Parkplatz direkt am Wasser der sich als Aussatzstelle nur so anbietet. Hier an der Brüggener Mühle gibt es ebenfalls einen Fischaufstieg der jedoch so mit Steinen verbaut ist, dass eine Befahrung unmöglich ist. Bei schönstem Wetter beenden wir unsere Wanderfahrt auf der Schwalm.

Lothar

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