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KANU WANDER CLUB Krefeld e.V. 1950

Osterfahrt 2006 zur Loreley


Nachdem im letzten Jahr nur wenige an der Osterfahrt teilgenommen haben, war die Beteiligung in diesem Jahr gut. Der Wetterbericht meldete nachlassende Niederschläge und vereinzelt Sonnenschein Das lockte Mark und Ulrike, Norbert und Gabi, Ian, Lothar (ich), Lukas und einen Tag später Hans und Marion an den Mittelrhein hinauf auf die Loreley.

Auf einer etwas tiefer gelegenen Wiese haben wir dann am Gründonnerstag unser Quartier bezogen. Der Platzwart meinte wir sollten nicht auf diese Wiese fahren, und wenn er uns dort rausziehen muss so wird die Sache teuer. Da wir in der Vergangenheit schon mehrmals auf dieser Wiese campiert haben, hatten wir keine Bedenken den Weg zurück auch aus eigener Kraft zu schaffen.


Von hier Oben hat man einen schönen Blick auf den Rhein. Den Verkehr durch das Rheintal kann man zwar noch hören aber es ist längst nicht so laut wie z.B. auf dem Campingplatz in St. Goar. Für den Karfreitag hatten wir eine Paddeltour geplant aber der Start war mit größeren Problemen behaftet. Der Untergrund der Wiese war doch zu weich und so blieben die schweren Autos auf halber Strecke hängen.


Der Platzwart hat dann versucht mit seinem Geländewagen die VW-Busse aus der Wiese zu ziehen, und war am Ende froh alleine heraus zu kommen. Also musste der Trecker her. Der Trecker hatte aber den ganzen Winter über in der Garage gestanden und die Starterbatterie war leer. Bis diese halbwegs geladen war und der Traktor startete hat schon eine Weile gedauert.

Der halbe Platz war als Zuschauer dabei und hatte so einen abwechslungsreichen Vormittag.
In der Zwischenzeit war es Mittag geworden und wir haben auf die Paddeltour verzichtet. Stattdessen sind wir zur Loreley gewandert und von dort weiter auf dem Rheinsteig nach St. Goarshausen.

Der Wanderweg führt vorbei an der Burg Katz welche in Privatbesitz ist. Dann geht es weiter durch St. Goarshausen. Am Rheinufer entlang geht es zurück zum Loreleyfelsen. Über ca. 400 Stufen kommt man zurück auf die Loreley und von dort zum Campingplatz. Eine schöne Wanderung bei der man einen guten Blick auf den Rheinstrom und St. Goar hat.

Wir haben dann auf dem Wohnmobilstellplatz ein neues zu Hause gefunden.
Der Untergrund ist hier aus Schotter, so dass kein Einsinken mehr möglich ist. Am späten Nachmittag kamen dann noch Hans und Marion mit Ihrem Reisemobil zu uns.


Aber auch der Platzwart hatte seine gute Laune durch die Rettungsaktion am Vormittag nicht verloren. Und so kam es, dass sich Leute bei uns meldeten und gerne ein Boot leihen wollten. Erst danach haben wir gemerkt welchen Streich uns der Platzwart gespielt hat. Hatte er doch ein Schild mit der Aufschrift Bootsverleih vor unserer "Wagenburg" aufgestellt.

Am Samstag war dann Paddeltag und wir sind den Rhein von Rüdesheim bis zur Loreley gepaddelt. Hans und einige unserer Frauen haben sich einen schönen Tag in der Drosselgasse gemacht.


Vorbei ging die Fahrt am Bingener Mäuseturm und dem Schloss Reichenstein.

Weiter ging die Fahrt vorbei an Lorch, Bacharach und Kaub. Der Rhein hatte einen hohen Wasserstand und dadurch eine rasante Strömung. Die Bojen kamen einen mit der Geschwindigkeit eines Radfahrers entgegen und so war allgemeine Vorsicht geboten. Auch die zu Tal fahrenden Schiffe waren pfeilschnell.
Als der Loreleyfelsen in Sicht kam war das Ziel unserer Paddeltour schon fast erreicht.
Noch um die Hafenmole herum, die Statue der Loreley grüßen und bis zum Ende des Hafenbecken paddeln, dann war die Fahrt beendet. Nun warteten wir auf die Autofahrer, damit wir alles aufladen können und zurück zum Zeltplatz fahren können.

Für den Ostersonntag war eine Paddeltour auf der Wisper bei Lorch geplant, die aber wegen Wassermangel ausfallen musste.
Stattdessen haben wir uns für den Besuch der Falknerei am Ortsende von St. Goarshausen entschieden. Untergebracht ist der Adler- und Falkenhof auf der Burg Maus. Hier sollte lt. Prospekt auch ein Cafe sein. Wir sind mit dem Auto bis zum Ortsende von St. Goarshausen gefahren und dann den Weg zur Burg hochgegangen.


Oben angekommen war alles verschlossen und in einer halben Stunde sollte geöffnet werden. So haben wir die halbe Stunde im Regen stehend abgewartet. Es wurde fast eine ganze Stunde bis ein Auto kam und der Falkner ausstieg. Ziemlich unfreundlich erklärte er uns, dass es mit der Vorführung nicht werde, da ein Tier bei der Brut sei. Damit war für den Hr. Hauptmann a. D. die Sache erledigt und wir konnten nicht mal einen Kaffee trinken. Lucas unser Kletterkünstler hatte in der Zwischenzeit aber die Gelegenheit, über die Mauern hinweg einen Blick auf die Vögel im Hof zu werfen. Diese Bilder zeigte er uns dann auf seiner Digitalkamera. So hatten wir wenigstens einen Adler gesehen.
Ziemlich gefrustet sind wir zum Auto zurückgegangen. Unterwegs haben wir etwas Kuchen eingekauft und sind zum Campingplatz zurückgefahren. Dort haben wir unseren eigenen Kaffee gekocht und den Kuchen gegessen.
Schon am Sonntagmorgen hatte Ian uns verlassen wahrscheinlich war ihm das Wetter zu schlecht. Den Abend haben wir dann in der Gaststätte auf dem Campingplatz verbracht und dabei gut gegessen und getrunken. Unser Wanderwart Mark hatte sich schon am Freitag den Rücken verknackst und war nicht so richtig für Freizeitaktivitäten zu begeistern. Somit sollte auch am Montag nicht gepaddelt werden.
Gabi, Norbert, Lucas und ich (Lothar) haben uns dann entschlossen den Rheinsteig weiter nach Kaub zu wandern. Der Weg von der Loreley bis Kaub ist knapp 20 Km. lang und hat reichlich Höhenmeter. Das Wetter war recht freundlich und nach und nach kam die Sonne heraus, und die dicken Jacken wurden in die Rucksäcke gestopft.
Immer wieder hat man wunderschöne Einblicke in das Rheintal oder auf die Orte die am anderen Ufer liegen.
Das schöne Wetter lockte nicht nur viele Wanderer, auch die ersten Eidechsen wärmten sich in der Frühlingssonne.
Der typische Charakter des Rheinsteigs mit schmalen Pfaden und schönen Ausblicken wie hier auf Oberwesel und die Schöneburg. Nach über 4 Std. Wanderung hatten wir unser Ziel die Fähre in Kaub erreicht. Hier vor Ort gab es noch eine kleine Stärkung und schon nach kurzer Zeit kamen Mark und Ulrike mit den beiden VW-Bussen angefahren. Es wurde mit der Fähre übergesetzt und dann ging es über Oberwesel zur A3 und weiter zurück nach Krefeld.
Lothar


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