Startseite Berichte Berichte 2008 Griechenland

 
KANU WANDER CLUB Krefeld e.V. 1950

Griechenland vom 25.04.2008 bis zum 12.05.2008
Ein Bericht von Torsten von der Burg aus dem Nachbarverein KTSV Preußen
Fotos: Mark Tinnefeld KWC-Krefeld

"Ars vivendi" Nicht gerade Griechisch hört sich aber trotzdem schön an

Endlich, nach vielem hin- und her (Kölner hat kurzfristig abgesagt) treffen wir uns gegen 18.00 Uhr bei mir in Forstwald. Wir das sind: Mark Tinnefeld mit Freundin Ulrike; Kralle mit Freundin Cindy und Ich mit ohne Freundin. Nach dem umpacken der Fahrzeuge, Marks VW Bus und mein Renault Bus und dem verspeisen einer Pizza für jeden, geht es dann gegen 20.00 Uhr Richtung Österreich, Italien und Venedig . Von Venedig aus soll's am 26.04 mit der Fähre Richtung Pellepones, Griechenland, losgehen. Morgens um 11.00 sind wir am Fährhafen von Venedig. Wir laden die Boote um(alle auf Marks Bus, weil wir sonst mit unserem Wagen über die angegebene Höhe kommen und Mark hat Camping an Bord). Eingecheckt wird gegen 15.00 Uhr. Leider verbleibt nicht genug Zeit um Venedig anzuschauen und so gammeln wir am Fährhafen, genießen die Sonne und lesen oder spazieren. Später an Bord nehmen wir eine Kabine für uns drei (Mark und Ulrike schlafen im Bus). Dann genießen wir die Fahrt durch den "Canale della Giudecca" mitten durch Venedig. Vorbei an allen Sehenswürdigkeiten die von der Fähre aus gesehen einen besonderen Reiz ausmachen. Die Fahrt verläuft unspektakulär bei ruhiger See und schönem Wetter. Am nächsten Abend fahren wir erst Igoumenizsa, und eine Stunde später noch Korfu an, bevor die 36 Stunden lange Fahrt in Patras endet.
Morgens um 5.00 Uhr legen wir in Patras an, besichtigen an dem Tag bei super Sonnenschein Die antike Stätte "Olympia" in die am Ostersonntag kein Eintritt erhoben wird. Nachdem wir uns das Gelände und das Museum ausgiebig angeschaut haben fahren wir bei einem starken Gewitter zu unserem ersten Fluss dem "Erimanthos". Unser Nachtquartier belegen wir an der Ein - sowie Aussatzstelle auf einer wunderschönen Wiese umgeben von Olivenbäumen.



Die Aus- sowie Einsatz stellen sind auf fast allen Flüssen nur durch übelste Feld und Schotterwege, zu erreichen. Dank Cindy unserem "Shuttle Bunny" habe wir keinen Stress mit der Umsetzerei. (ist manchmal doch ganz gut wenn die Freundin nicht dasselbe Hobby hat.) Die 13 Km erweisen sich als gut zu befahren ohne Schwierigkeiten. Die ersten km sind eher Steineschrupperei die unteren Flusskilometer dagegen entschädigen durch eine kleine Klammstrecke. Abends sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer und trinken unser wohlverdientes Bierchen.
Der nächste Tag sieht vor das wir den oberen Teil des Eerimanthos bis zum Stellplatz fahren. Die 16 km bestehen in den ersten 6 km aus viel Steinkontakt da sehr wenig Wasser, dann folgt eine längere Fahrt auf wunderschönem Wildwasser im mittleren Schwierigkeitsbereich mit Verblockung, Zwangspassagen und Umtragestellen über meterhohe Felstürme.



Für die Paddelstrecke benötigen wir ca. 8 stunden. Kurz vor der Dämmerung landen wir am Stellplatz an. Cindy erwartet uns mit Lammkotletts und mit Potatos die sie über der Feuerstelle zubereitet hat. Cindy hatte uns ca. 2 Stunden früher erwartet, durch die vielen Stellen, die besichtigt und teilweise Umtragen werden mussten, hat sich die Tour etwas länger hingezogen. Abends gehen wir total erschöpft und recht früh ins Bett. Schlafen lange und kommen, nach dem wir alles zusammen gepackt haben, Richtung Festland los. Fahren Richtung Küste bis Patras um dort über die Brücke zu fahren und in den nahegelegenen Bergen des Festlandes zu verschwinden. Abends schlagen wir irgendwo im nirgendwo, zwischen Flüssen die befahren werden wollen, unser Lager auf.


Von diesem Gedanken getrieben fahren am nächsten morgen zum "Arachtos" an dem wir wieder eine bleibe in schöner Umgebung finden. Fahren hoch zum Einsatz des "Kallaritikos" um auf wunderschönem Wildwasser bis zur Mündung in den Arachtos und weiter bis zu unserem Lager zu paddeln. Der Kallaritikos ist ein sehr schmaler Fluss, der der sich durch eine wunderschöne Klamm gegraben hat, mit klarem Wasser das zum matschen mit den Booten einlädt. Die weitere Fahrt in den Arachtos verläuft ohne Schwierigkeiten, bis zu einer zweiten Klamm, von der kleine Wasserfälle sich herabstürzen und uns zum Duschen verweilen lassen. die 17 km lange Fahrt geht schnell zu Ende.
Abends gehen wir, da der Platz auch von Kanuschulen sowie auch von Raftingunternehmen genutzt wird, in einer der nahe gelegenen Tavernen um den Abend bei einigen Bieren und einigen Usos ausklingen zu lassen. Am nächsten Morgen beschließen wir bei herrlichen Sonnenschein und strahlend blauen Himmel das gleiche Stück noch mal zu paddeln. Nachmittags packen wir zusammen und machen uns auf den weg Richtung Norden (wie schon die ganze Zeit) Wir übernachten an einem wunderschönen Stausee, leider bei Regen und bei Temperaturen, die Abends den Fleece nicht mehr in den Autos ruhen lässt. Der Abend ist sehr kalt und so mümmeln wir uns nach einem deftigen Essen und einigen gute Nachtgetränken in die Schlafsäcke. Der nächste Morgen begrüßt uns mit Sonnenschein und einigen Wolken, jedoch mit einem unangenehmen kalten Wind (ca.14°C). unsere Fahrt führt uns über den Kovalla Pass Richtung Kalambaka um die Felsenklöster in Meteora zu besichtigen.

Meteora bedeutet "in der Luft schwebend" und die Meteora-Klöster befinden sich auch tatsächlich fast im Himmel. Auf erstaunlich unzugänglichen Felsnadeln in bis zu 300 m Höhe, am Rande des Pindosgebirges in Thessalien gelegen, blickt man weit über das Peneiostal in Zentralgriechenland.
Bereits im 5. Jhd. besiedelten religiöse Asketen die z.T. 550 m hohen Felsen. Felsvorsprünge und -spalten boten Schutz vor den Naturgewalten, die steil abfallenden Felswände hielten ungebetene Besucher fern. An Sonn- und Feiertagen versammelte man sich in einer schlichten Kapelle am Fuße des Felsens Doupiani. Gegen Ende des 12. Jhd. waren sie schließlich zu einer losen Gemeinschaft zusammengewachsen, die die Regeln der Einsiedelei respektierte. 1360 siedelte sich der Begründer des Hauptklosters "Gegalo Meteoron", der Mönch St Athanasios vom Berg Athos, dort an. Die Legende erzählt, dass er zum Standort des heutigen Klosters von einem Engel oder Adler empor getragen wurde.
Die Klöster selbst sind aus Stein erbaut, sie haben rote Ziegeldächer und hölzerne Galerien die sich über tiefen, schwindelerregenden Schluchten befinden. Im Kloster gibt es mehrere enge Zellen für die Mönche, eine Kirche und ein Refektorium für die gemeinsamen Mahlzeiten, in den Felsen gehauene Zisternen fangen das Regenwasser auf. Die meisten Klöster waren für Männer bestimmt, doch es gibt auch einige Nonnenklöster.
Heute werden nur noch 5 bewohnt: Meteoron, Agias Trias und Varlaam von Mönchen, Agios Stephanos und Roussanou von Nonnen.
(Genug der Kultur)
Von da aus zieht es uns zum " Milabotamos" im wunderschönen Pindos National Park.


Leider Schlägt das Wetter um und so entschließen wir uns einen Ruhetag mit lesen, Musik hören und chillen(Faullenzen) einzulegen. Der nächste Tag ist leider noch schlechter, paddeln aber trotzdem die 12 km herrlichen Wildwassers durch eine atemberaubende Klamm. Die Schwierigkeitsstufe liegt im mittleren und unteren Bereich. Mittags machen wir uns Richtung mittleren "Aoos" auf, auf dem wir die 16 km fahren wollen. Das Wetter klart zum Abend auf und wir finden einen Platz auf einem Kiesabbauareal. Nicht gerade das was wir von den Tagen vorher gewohnt waren, aber es ist ja auch nur für eine Nacht, und trotzalledem ruhig. Die 16 km, incl. 3 km Steinschrupperei, entpuppen sich (man setzt auf einen Nebenbach ein der meist sehr, sehr, sehr wenig Wasser führt.) als wunderschöne Naturslalomstrecke im mittleren Wildwasserbereich bis zum vierten Grad. Das Wetter klart auf und so können wir uns bei gewohnten Temperaturen auf dieser herrlichen Strecke austoben. Unser Nachtlager liegt auf ca. 800m über dem Meeresspiegel und lässt das Thermometer tagsüber bei ca. 25 Grad verharren. Zum Abend kühlt es schnell ab und in der Nacht geht das Thermometer an den Gefrierpunkt. Die Strasse führt durch ein Hochgebirge mit schneebedeckten 2500m hohen Berggipfeln.

Leider Schlägt das Wetter um und so entschließen wir uns einen Ruhetag mit lesen, Musik hören und chillen(Faullenzen) einzulegen. Der nächste Tag ist leider noch schlechter, paddeln aber trotzdem die 12 km herrlichen Wildwassers durch eine atemberaubende Klamm. Die Schwierigkeitsstufe liegt im mittleren und unteren Bereich. Mittags machen wir uns Richtung mittleren "Aoos" auf, auf dem wir die 16 km fahren wollen. Das Wetter klart zum Abend auf und wir finden einen Platz auf einem Kiesabbauareal. Nicht gerade das was wir von den Tagen vorher gewohnt waren, aber es ist ja auch nur für eine Nacht, und trotzalledem ruhig. Die 16 km, incl. 3 km Steinschrupperei, entpuppen sich (man setzt auf einen Nebenbach ein der meist sehr, sehr, sehr wenig Wasser führt.) als wunderschöne Naturslalomstrecke im mittleren Wildwasserbereich bis zum vierten Grad. Das Wetter klart auf und so können wir uns bei gewohnten Temperaturen auf dieser herrlichen Strecke austoben. Unser Nachtlager liegt auf ca. 800m über dem Meeresspiegel und lässt das Thermometer tagsüber bei ca. 25 Grad verharren. Zum Abend kühlt es schnell ab und in der Nacht geht das Thermometer an den Gefrierpunkt. Die Strasse führt durch ein Hochgebirge mit schneebedeckten 2500m hohen Berggipfeln.


Nach dem Paddeln heist es wieder zusammen packen und zum ca. 2 Autostunden entfernten "Vikos", auf dem wir ein 5 km kurzes Stück paddeln wollen, zu fahren. Der Platz direkt am Wasser, der Aussatzstelle, ist für Camping und dergleichen gesperrt, und so campieren wir ca. 2 km oberhalb der Aussatzstelle in der Nähe eines Klosters ( die es in Griechenland in einer schier unglaublichen und nicht endenden Anzahl gibt). Die Sonne und der strahlend blaue Himmel wecken uns um 9.oo uhr. Nach dem Frühstück und der Wäsche geht's zum Einsatzort nach Vikos. Vom Fluss ist hier nichts zu sehen, der Vikos hat sich in den letzen paar Millionen Jahren in ein tiefes Tal geschnitten, und man hat es unmittelbar nach diesem Ereignis versäumt eine Strasse an den Fluss zu legen.


So trennen uns noch 300 Höhenmeter von unserer Einsatzstelle. Die nächsten 45min sind wir damit beschäftigt unsere Boote auf dem Rücken, wie Mulis, einen nicht endenden Trampelpfad in die Schlucht zu bestreiten.



Wie schon erwähnt wurden wir heute Morgen von der Sonne und dem strahlend blauen Himmel geweckt, das war vor 3 Std. Die Sonne, nun schon senkrecht und in der Schlucht scheint es keine Vegetation über 1m zu geben, so das wir dir ganze Zeit bei ca. 120-250 Grad(gefühlte Temperatur) durch die Sonne schwanken. Endlich unten angekommen, vollkommen fertig und durchgeschwitzt, erwartet uns ein kristallklares 4° Grad kaltes Kaarstwasser in Trinkwasserqualität.


Der Vikos entspringt irgendwo aus dem Stein und dem Fels und entwickelt sich innerhalb weniger Meter zu einem stattlichen Bach der auf seinen 5 km durch eine wunderschöne Klamm fließt und mittelschweres Wildwasser beherbergt.



Die Landschaft ist grandios, und die Schlepperei ist schnell vergessen. Am Nachmittag wird noch mal ein Waschtag eingelegt, kein vergnügen bei der Wassertemperatur, um dann die nähere Umgebung bis zur nächsten Taverne zu erkunden. Aristi der Ort an der Aussatzstelle ist schnell hinter uns gelassen und wir machen uns auf den Weg über Ioannina bis Igoumenitsa um die Fähre nach Venedig zu nehmen. Wir fahren noch ca. 10 km aus Igoumenitsa raus, an der Küste vorbei wo wir schnell einen schönen Platz direkt am Meer zum übernachten finden. am nächsten Morgen geht's früh raus, um 8.oo ist einchecken an der Fähre. Eine Stunde später winken wir noch mal dem griechischen Festland zu um am nächsten Morgen um 10.oo wieder auf dem italienischem Festland zu stehen. (die Zeiten sind incl. einchecken und verlassen der Fähre.) Auf der Fähre wird erstmal heiß geduscht(Willkommen in der Zivilisation). die 1200 km bis zur Heimat verläuft wie auch schon die Hinfahrt unspecktakulär über Autobahnen von Italien, Österreich und Deutschland. Abends um 23.oo kommen wir dann auch in St.Tönis an und schwelgen noch in Erinnerungen. Mein Tacho zeigt eine gefahrene Gesamtstrecke von 4370 km von denen ich nicht einen bereue und die mir einen 2 wöchigen, sehr relaxten Urlaub beschert haben. Danke auch noch an Mark, der schon einige male in Griechenland war, und uns viele schöne Stellen gezeigt hat, an die man wahrscheinlich, als nicht wissender vorbei gefahren wäre.


Und an die Herrvoragende und reichhaltige Küche (Mark und Ulrike haben eingekauft)die keine Wünsche übrig lies.

Und an das nicht endende Küchenequipment das an eine Großküche erinnert. Ich würde mich freuen noch mal mit dieser Gruppe losfahren zu dürfen und insgeheim haben wir auch schon ein Ziel.

Torsten von der Burg

Wenn Du diese Datei im PDF Format herunterladen möchtes dann rechte Maustaste hier...
 
© KANU-WANDER-CLUB Krefeld   |  Impressum  |  Haftungsausschluss/Datenschutz