Endlich, nach vielem hin- und her (Kölner hat kurzfristig
abgesagt) treffen wir uns gegen 18.00 Uhr bei mir in Forstwald.
Wir das sind: Mark Tinnefeld mit Freundin Ulrike; Kralle
mit Freundin Cindy und Ich mit ohne Freundin. Nach dem
umpacken der Fahrzeuge, Marks VW Bus und mein Renault
Bus und dem verspeisen einer Pizza für jeden, geht
es dann gegen 20.00 Uhr Richtung Österreich, Italien
und Venedig . Von Venedig aus soll's am 26.04 mit der
Fähre Richtung Pellepones, Griechenland, losgehen.
Morgens um 11.00 sind wir am Fährhafen von Venedig.
Wir laden die Boote um(alle auf Marks Bus, weil wir sonst
mit unserem Wagen über die angegebene Höhe kommen
und Mark hat Camping an Bord). Eingecheckt wird gegen
15.00 Uhr. Leider verbleibt nicht genug Zeit um Venedig
anzuschauen und so gammeln wir am Fährhafen, genießen
die Sonne und lesen oder spazieren. Später an Bord
nehmen wir eine Kabine für uns drei (Mark und Ulrike
schlafen im Bus). Dann genießen wir die Fahrt durch
den "Canale della Giudecca" mitten durch Venedig.
Vorbei an allen Sehenswürdigkeiten die von der Fähre
aus gesehen einen besonderen Reiz ausmachen. Die Fahrt
verläuft unspektakulär bei ruhiger See und schönem
Wetter. Am nächsten Abend fahren wir erst Igoumenizsa,
und eine Stunde später noch Korfu an, bevor die 36
Stunden lange Fahrt in Patras endet.
Morgens um 5.00 Uhr legen wir in Patras an, besichtigen
an dem Tag bei super Sonnenschein Die antike Stätte
"Olympia" in die am Ostersonntag kein Eintritt
erhoben wird. Nachdem wir uns das Gelände und das
Museum ausgiebig angeschaut haben fahren wir bei einem
starken Gewitter zu unserem ersten Fluss dem "Erimanthos".
Unser Nachtquartier belegen wir an der Ein - sowie Aussatzstelle
auf einer wunderschönen Wiese umgeben von Olivenbäumen.
Die Aus- sowie Einsatz stellen sind
auf fast allen Flüssen nur durch übelste Feld
und Schotterwege, zu erreichen. Dank Cindy unserem "Shuttle
Bunny" habe wir keinen Stress mit der Umsetzerei.
(ist manchmal doch ganz gut wenn die Freundin nicht
dasselbe Hobby hat.) Die 13 Km erweisen sich als gut
zu befahren ohne Schwierigkeiten. Die ersten km sind
eher Steineschrupperei die unteren Flusskilometer dagegen
entschädigen durch eine kleine Klammstrecke. Abends
sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer und trinken
unser wohlverdientes Bierchen.
Der nächste Tag sieht vor das wir den oberen Teil
des Eerimanthos bis zum Stellplatz fahren. Die 16 km
bestehen in den ersten 6 km aus viel Steinkontakt da
sehr wenig Wasser, dann folgt eine längere Fahrt
auf wunderschönem Wildwasser im mittleren Schwierigkeitsbereich
mit Verblockung, Zwangspassagen und Umtragestellen über
meterhohe Felstürme.
Für die Paddelstrecke benötigen wir ca. 8
stunden. Kurz vor der Dämmerung landen wir am Stellplatz
an. Cindy erwartet uns mit Lammkotletts und mit Potatos
die sie über der Feuerstelle zubereitet hat. Cindy
hatte uns ca. 2 Stunden früher erwartet, durch
die vielen Stellen, die besichtigt und teilweise Umtragen
werden mussten, hat sich die Tour etwas länger
hingezogen. Abends gehen wir total erschöpft und
recht früh ins Bett. Schlafen lange und kommen,
nach dem wir alles zusammen gepackt haben, Richtung
Festland los. Fahren Richtung Küste bis Patras
um dort über die Brücke zu fahren und in den
nahegelegenen Bergen des Festlandes zu verschwinden.
Abends schlagen wir irgendwo im nirgendwo, zwischen
Flüssen die befahren werden wollen, unser Lager
auf.
Von diesem Gedanken getrieben fahren am nächsten
morgen zum "Arachtos" an dem wir wieder eine
bleibe in schöner Umgebung finden. Fahren hoch
zum Einsatz des "Kallaritikos" um auf wunderschönem
Wildwasser bis zur Mündung in den Arachtos und
weiter bis zu unserem Lager zu paddeln. Der Kallaritikos
ist ein sehr schmaler Fluss, der der sich durch eine
wunderschöne Klamm gegraben hat, mit klarem Wasser
das zum matschen mit den Booten einlädt. Die weitere
Fahrt in den Arachtos verläuft ohne Schwierigkeiten,
bis zu einer zweiten Klamm, von der kleine Wasserfälle
sich herabstürzen und uns zum Duschen verweilen
lassen. die 17 km lange Fahrt geht schnell zu Ende.
Abends gehen wir, da der Platz auch von Kanuschulen
sowie auch von Raftingunternehmen genutzt wird, in einer
der nahe gelegenen Tavernen um den Abend bei einigen
Bieren und einigen Usos ausklingen zu lassen. Am nächsten
Morgen beschließen wir bei herrlichen Sonnenschein
und strahlend blauen Himmel das gleiche Stück noch
mal zu paddeln. Nachmittags packen wir zusammen und
machen uns auf den weg Richtung Norden (wie schon die
ganze Zeit) Wir übernachten an einem wunderschönen
Stausee, leider bei Regen und bei Temperaturen, die
Abends den Fleece nicht mehr in den Autos ruhen lässt.
Der Abend ist sehr kalt und so mümmeln wir uns
nach einem deftigen Essen und einigen gute Nachtgetränken
in die Schlafsäcke. Der nächste Morgen begrüßt
uns mit Sonnenschein und einigen Wolken, jedoch mit
einem unangenehmen kalten Wind (ca.14°C). unsere
Fahrt führt uns über den Kovalla Pass Richtung
Kalambaka um die Felsenklöster in Meteora zu besichtigen.
Meteora bedeutet "in der Luft schwebend" und
die Meteora-Klöster befinden sich auch tatsächlich
fast im Himmel. Auf erstaunlich unzugänglichen
Felsnadeln in bis zu 300 m Höhe, am Rande des Pindosgebirges
in Thessalien gelegen, blickt man weit über das
Peneiostal in Zentralgriechenland.
Bereits im 5. Jhd. besiedelten religiöse Asketen
die z.T. 550 m hohen Felsen. Felsvorsprünge und
-spalten boten Schutz vor den Naturgewalten, die steil
abfallenden Felswände hielten ungebetene Besucher
fern. An Sonn- und Feiertagen versammelte man sich in
einer schlichten Kapelle am Fuße des Felsens Doupiani.
Gegen Ende des 12. Jhd. waren sie schließlich
zu einer losen Gemeinschaft zusammengewachsen, die die
Regeln der Einsiedelei respektierte. 1360 siedelte sich
der Begründer des Hauptklosters "Gegalo Meteoron",
der Mönch St Athanasios vom Berg Athos, dort an.
Die Legende erzählt, dass er zum Standort des heutigen
Klosters von einem Engel oder Adler empor getragen wurde.
Die Klöster selbst sind aus Stein erbaut, sie haben
rote Ziegeldächer und hölzerne Galerien die
sich über tiefen, schwindelerregenden Schluchten
befinden. Im Kloster gibt es mehrere enge Zellen für
die Mönche, eine Kirche und ein Refektorium für
die gemeinsamen Mahlzeiten, in den Felsen gehauene Zisternen
fangen das Regenwasser auf. Die meisten Klöster
waren für Männer bestimmt, doch es gibt auch
einige Nonnenklöster.
Heute werden nur noch 5 bewohnt: Meteoron, Agias Trias
und Varlaam von Mönchen, Agios Stephanos und Roussanou
von Nonnen.
(Genug der Kultur)
Von da aus zieht es uns zum " Milabotamos"
im wunderschönen Pindos National Park.
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Leider Schlägt das Wetter um und so entschließen
wir uns einen Ruhetag mit lesen, Musik hören und
chillen(Faullenzen) einzulegen. Der nächste Tag
ist leider noch schlechter, paddeln aber trotzdem die
12 km herrlichen Wildwassers durch eine atemberaubende
Klamm. Die Schwierigkeitsstufe liegt im mittleren und
unteren Bereich. Mittags machen wir uns Richtung mittleren
"Aoos" auf, auf dem wir die 16 km fahren wollen.
Das Wetter klart zum Abend auf und wir finden einen
Platz auf einem Kiesabbauareal. Nicht gerade das was
wir von den Tagen vorher gewohnt waren, aber es ist
ja auch nur für eine Nacht, und trotzalledem ruhig.
Die 16 km, incl. 3 km Steinschrupperei, entpuppen sich
(man setzt auf einen Nebenbach ein der meist sehr, sehr,
sehr wenig Wasser führt.) als wunderschöne
Naturslalomstrecke im mittleren Wildwasserbereich bis
zum vierten Grad. Das Wetter klart auf und so können
wir uns bei gewohnten Temperaturen auf dieser herrlichen
Strecke austoben. Unser Nachtlager liegt auf ca. 800m
über dem Meeresspiegel und lässt das Thermometer
tagsüber bei ca. 25 Grad verharren. Zum Abend kühlt
es schnell ab und in der Nacht geht das Thermometer
an den Gefrierpunkt. Die Strasse führt durch ein
Hochgebirge mit schneebedeckten 2500m hohen Berggipfeln.
Leider Schlägt das Wetter um und so entschließen
wir uns einen Ruhetag mit lesen, Musik hören und
chillen(Faullenzen) einzulegen. Der nächste Tag
ist leider noch schlechter, paddeln aber trotzdem die
12 km herrlichen Wildwassers durch eine atemberaubende
Klamm. Die Schwierigkeitsstufe liegt im mittleren und
unteren Bereich. Mittags machen wir uns Richtung mittleren
"Aoos" auf, auf dem wir die 16 km fahren wollen.
Das Wetter klart zum Abend auf und wir finden einen
Platz auf einem Kiesabbauareal. Nicht gerade das was
wir von den Tagen vorher gewohnt waren, aber es ist
ja auch nur für eine Nacht, und trotzalledem ruhig.
Die 16 km, incl. 3 km Steinschrupperei, entpuppen sich
(man setzt auf einen Nebenbach ein der meist sehr, sehr,
sehr wenig Wasser führt.) als wunderschöne
Naturslalomstrecke im mittleren Wildwasserbereich bis
zum vierten Grad. Das Wetter klart auf und so können
wir uns bei gewohnten Temperaturen auf dieser herrlichen
Strecke austoben. Unser Nachtlager liegt auf ca. 800m
über dem Meeresspiegel und lässt das Thermometer
tagsüber bei ca. 25 Grad verharren. Zum Abend kühlt
es schnell ab und in der Nacht geht das Thermometer
an den Gefrierpunkt. Die Strasse führt durch ein
Hochgebirge mit schneebedeckten 2500m hohen Berggipfeln.
Nach dem Paddeln heist es wieder zusammen packen und
zum ca. 2 Autostunden entfernten "Vikos",
auf dem wir ein 5 km kurzes Stück paddeln wollen,
zu fahren. Der Platz direkt am Wasser, der Aussatzstelle,
ist für Camping und dergleichen gesperrt, und so
campieren wir ca. 2 km oberhalb der Aussatzstelle in
der Nähe eines Klosters ( die es in Griechenland
in einer schier unglaublichen und nicht endenden Anzahl
gibt). Die Sonne und der strahlend blaue Himmel wecken
uns um 9.oo uhr. Nach dem Frühstück und der
Wäsche geht's zum Einsatzort nach Vikos. Vom Fluss
ist hier nichts zu sehen, der Vikos hat sich in den
letzen paar Millionen Jahren in ein tiefes Tal geschnitten,
und man hat es unmittelbar nach diesem Ereignis versäumt
eine Strasse an den Fluss zu legen.

So trennen uns noch 300 Höhenmeter von unserer
Einsatzstelle. Die nächsten 45min sind wir damit
beschäftigt unsere Boote auf dem Rücken, wie
Mulis, einen nicht endenden Trampelpfad in die Schlucht
zu bestreiten.
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Wie schon erwähnt wurden wir heute Morgen von der
Sonne und dem strahlend blauen Himmel geweckt, das war
vor 3 Std. Die Sonne, nun schon senkrecht und in der
Schlucht scheint es keine Vegetation über 1m zu
geben, so das wir dir ganze Zeit bei ca. 120-250 Grad(gefühlte
Temperatur) durch die Sonne schwanken. Endlich unten
angekommen, vollkommen fertig und durchgeschwitzt, erwartet
uns ein kristallklares 4° Grad kaltes Kaarstwasser
in Trinkwasserqualität.

Der Vikos entspringt irgendwo aus dem Stein und dem
Fels und entwickelt sich innerhalb weniger Meter zu
einem stattlichen Bach der auf seinen 5 km durch eine
wunderschöne Klamm fließt und mittelschweres
Wildwasser beherbergt.

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Die Landschaft ist grandios, und die Schlepperei ist
schnell vergessen. Am Nachmittag wird noch mal ein Waschtag
eingelegt, kein vergnügen bei der Wassertemperatur,
um dann die nähere Umgebung bis zur nächsten
Taverne zu erkunden. Aristi der Ort an der Aussatzstelle
ist schnell hinter uns gelassen und wir machen uns auf
den Weg über Ioannina bis Igoumenitsa um die Fähre
nach Venedig zu nehmen. Wir fahren noch ca. 10 km aus
Igoumenitsa raus, an der Küste vorbei wo wir schnell
einen schönen Platz direkt am Meer zum übernachten
finden. am nächsten Morgen geht's früh raus,
um 8.oo ist einchecken an der Fähre. Eine Stunde
später winken wir noch mal dem griechischen Festland
zu um am nächsten Morgen um 10.oo wieder auf dem
italienischem Festland zu stehen. (die Zeiten sind incl.
einchecken und verlassen der Fähre.) Auf der Fähre
wird erstmal heiß geduscht(Willkommen in der Zivilisation).
die 1200 km bis zur Heimat verläuft wie auch schon
die Hinfahrt unspecktakulär über Autobahnen
von Italien, Österreich und Deutschland. Abends
um 23.oo kommen wir dann auch in St.Tönis an und
schwelgen noch in Erinnerungen. Mein Tacho zeigt eine
gefahrene Gesamtstrecke von 4370 km von denen ich nicht
einen bereue und die mir einen 2 wöchigen, sehr
relaxten Urlaub beschert haben. Danke auch noch an Mark,
der schon einige male in Griechenland war, und uns viele
schöne Stellen gezeigt hat, an die man wahrscheinlich,
als nicht wissender vorbei gefahren wäre.
Und an die Herrvoragende und reichhaltige Küche
(Mark und Ulrike haben eingekauft)die keine Wünsche
übrig lies.

Und an das nicht endende Küchenequipment das an
eine Großküche erinnert. Ich würde mich
freuen noch mal mit dieser Gruppe losfahren zu dürfen
und insgeheim haben wir auch schon ein Ziel.
Torsten von der Burg